Heute las ich in den Sozialen Medien den Beitrag einer Mutter über die Schwierigkeiten mit ihrem pubertierenden Sohn. Kinder in dem entsprechenden Alter nabeln sich Stück für Stück von ihren Eltern ab. Das führt zu Konflikten. Das ist anstrengend, braucht viel Energie, ist aber ganz normal. Bei meiner Arbeit als Sekundarschullehrerin habe ich täglich mit vielen Pubertierenden zu tun gehabt und das sehr zu schätzen gelernt. Die Entwicklungsschritte der Kinder und Jugendlichen zu beobachten ist ein unbeschreibliches Geschenk!

Und wenn ich dann Jahre später meine Schüler wieder treffe und sehe, dass sie ihren selbstbestimmten Weg durch das Leben gehen, dann macht mich das unbeschreiblich glücklich!

Gelernt habe ich, dass Eltern, die es geschafft haben, eine starke Eltern-Kind-Bindung aufzubauen, deutlich weniger Probleme mit ihren pubertierenden Kindern und mit deren Leistungen in der Schule hatten. Die Eltern konnten nämlich durch ihre Bindung zu ihrem Kind diesem vertrauen, es loslassen und zu mehr Eigenverantwortlichkeit ermutigen. Eine wichtige Erkenntnis, die in dieser Zeit, in der sich das Gehirn der Kinder umbaut, vieles erleichtert.

Kinder müssen und dürfen eigene Erfahrungen sammeln. Eltern können ihre Kinder nicht bis ins letzte Detail beschützen. Sie können ihnen nicht alle negativen Erfahrungen ersparen und ihnen alles abnehmen. Fehler, die die Kinder selbst erkennen, können sie bearbeiten, aus ihnen lernen und das macht sie stärker.

Eltern sollten ihre Kinder wertschätzend zu selbständigen und eigenverantwortlichen Menschen begleiten. Das alles gilt übrigens auch für das Lernen.

Wie sagte schon der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827):

Dein Kind sei so frei es immer kann.
Lass es gehen und hören,
finden und fallen,
aufstehen und irren.

Wie Recht der Mann doch damals schon hatte.

Deine Vera ♡

Legst du auch Wert auf eine starke Eltern-Kind-Bindung?

 

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